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Großkredite

Großkredite – Kleine Anpassungen, große Wirkung

Das neue Rahmenwerk zur Überwachung von Großkrediten

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Bereits im April 2014 legte der Baseler Ausschuss das finale Rahmenwerk zur Messung und Überwachung von Großkrediten (BCBS 283) vor – bis Anfang 2019 sollen die neuen Regeln vollständig umgesetzt sein, wobei kein Bestandsschutz für bestehende Risikopositionen gewährt wird. Innerhalb der EU führt die Umsetzung voraussichtlich zu einer Anpassung der 2014 erst in Kraft getretenen Großkreditvorschriften der CRR.

Mit den neuen Regeln unterstreicht der Baseler Ausschuss die Bedeutung des Großkreditregimes als notwendige Ergänzung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Adressrisiken – im Sinne eines „Back-Stop-Regime“, das sicherstellen soll, dass Banken auch dann nicht in Schieflage geraten, wenn ein Großkunde oder eine Gruppe verbundener Kunden plötzlich ausfallen. Um die Auswirkung auf die europäischen Institute einschätzen zu können, hatte die Europäische Kommission die EBA beauftragt, das neue Rahmenwerk zur Messung und Überwachung von Großkrediten des Baseler Ausschusses zu analysieren. Die Ergebnisse dieser Analyse hat die EBA am 24. Oktober 2016 veröffentlicht.

In ihrem Bestreben, die Finalisierung des Basel III Rahmenwerkes abzuschließen und neue Elemente aus dem Basel IV Paket zu integrieren, hat die EU-Kommission mit der Veröffentlichung des CRR II-Entwurfs am 23. November 2016 nun auch konkrete Vorschläge zur Überarbeitung des Großkreditregimes erarbeitet. In weiten Teilen folgt die Kommission dabei den Vorschlägen des Baseler Ausschusses.

Fachliche Themen

Risikoposition und Obergrenzen

Die wohl weitreichendste Änderung des Großkreditregimes betrifft den vom Baseler Ausschluss vorgeschlagenen Wegfall von Ergänzungskapitalinstrumenten (Tier 2) bei der Ermittlung der Großkreditobergrenzen. Im Gegensatz zur derzeit in der EU geltenden CRR-Regelung, die auch die Anrechnung von Tier 2 Instrumenten bis zu einer Höhe von einem Drittel des Kernkapitals erlaubt, soll zukünftig gemäß dem Vorschlag des Baseler Ausschusses allein das Kernkapital (Tier 1) als Bemessungsgrundlage für die Ermittlung von Großkreditgrenzen und ihrer Limite dienen. Die EBA hat im Rahmen ihres Reports zur Überarbeitung der Großkreditvorschriften den Wegfall von Tier 2 Positionen als sinnvolle Verbesserung zur Verhinderung von Klumpenrisiken im Finanzsektor beurteilt.

Aktuelle Änderungen im Überblick

Zu diesem Urteil ist auch die Europäische Kommission gekommen, die den Vorschlag im CRR II-Entwurf umgesetzt hat. Legt man die durchschnittlichen Quoten von Tier 1 und Gesamtkapital zugrunde, die die EBA in ihrer Basel III Monitoring Exercise auf Basis der Daten per Juni 2016 ermittelt hat, bedeutet dies über alle Bankengruppen hinweg eine Absenkung der Großkreditobergrenze von etwa 15 % (aktuell) bzw. 16 % (nach vollständigem Phase-In der Basel III-Regelungen). Institute sollten daher frühzeitig die möglichen Auswirkungen aus dem Wegfall der Tier 2 Instrumente bewerten, um rechtzeitig strategische und operative Anpassungen vornehmen zu können. Die möglichen Herausforderungen stellen wir Ihnen auch in dem Abschnitt Auswirkungen noch einmal näher dar.

Aktuelle Kapitalquoten und potenzielle Auswirkungen auf die Großkreditobergrenzen nach Institutsgruppen

(Quelle: Basel III Monitoring Exercise June 2016 / EBA)

Besondere Obergrenzen sollen darüber hinaus für Forderungen zwischen global systemrelevanten Instituten (G-SII – Global Systemically Important Institutions) eingeführt werden. Auch hier folgte die Europäische Kommission in ihrem CRR II-Entwurf dem Vorschlag des Baseler Ausschusses, Geschäfte zwischen global systemrelevanten Banken zusätzlich einzuschränken. Diese neuen Grenzen folgen den Erfahrungen der Finanzkrise, in denen sich die häufig undurchsichtige Verflechtung großer Institute untereinander als besonders hohes Risiko für die Finanzwirtschaft und damit für die Wirtschaft insgesamt herausstellte. Zukünftig soll bei G-SII für Forderungen gegenüber anderen G-SII eine geringere Großkreditobergrenze von 15 % gelten. Die Definition von G-SII wird dabei aus den Vorgaben für die Kapitalpuffer aus der CRD IV übernommen. Abzuwarten bleibt, ob für andere Kontrahenten noch weitere abweichende Obergrenzen eingeführt werden. Der Baseler Ausschuss hat es im Rahmen des BCBS 238 den nationalen Gesetzgebern offen gelassen, neben den global systemrelevanten Instituten auch für andere systemrelevante Kontrahenten besondere Obergrenzen zu definieren. Hierunter könnten neben national systemrelevanten Instituten gegebenenfalls auch andere Marktteilnehmer wie beispielsweise große Versicherungskonzerne fallen. Auf europäischer Ebene jedoch hat die EBA in ihrem Report zur Überarbeitung der Großkreditvorschriften keine Empfehlung diesbezüglich geäußert. Gleichermaßen hat die Europäische Kommission in Ihrem Entwurf zur CRR II auf die Einführung entsprechender Limite verzichtet. Dennoch ist denkbar, dass in Zukunft noch weitere Beschränkungen folgen könnten.

Vorschlag für spezielle Großkreditobergrenzen gemäß BCBS 283

Auch die Nettingmöglichkeiten von Kauf- und Verkaufspositionen im Handelsbuch bei der Ermittlung der relevanten Beträge für die Ermittlung der Großkredite sollen künftig eingeschränkt werden. Bislang erlaubt die CRR für Handelsbuchpositionen eine nahezu unbegrenzte Nettingmöglichkeit für alle Finanzinstrumente eines Emittenten. Zukünftig soll nach Vorstellung des Baseler Ausschusses eine Verrechnung nur noch dann möglich sein, wenn es sich um Long- und Short-Positionen in demselben Finanzinstrument handelt, oder die Verkaufsposition der Kaufposition gleich- oder vorrangig ist. Eine Verrechnung von Eigenkapitalanteilen mit einer Terminverkaufsposition in Anleihen beispielsweise wäre damit zukünftig nicht mehr zulässig. Die Kommission folgt in ihrem Entwurf zur Überarbeitung dabei dem Vorschlag des Baseler Ausschusses und erlaubt den Instituten auch die Bildung verschiedener Buckets, innerhalb derer eine Verrechnung erfolgen kann, ohne eine Prüfung der Verrechnungsmöglichkeiten jeder Einzelposition innerhalb des Buckets vornehmen zu müssen.

Auch bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage bei Derivaten folgt die Europäische Kommission dem Vorschlag des Baseler Ausschusses, zukünftig im Rahmen des Großkreditregimes nur noch den neuen Standardansatz zur Ermittlung von Kontrahentenausfallrisiken (SA-CCR) zuzulassen. Die Berücksichtigung interner Modelle soll damit vollständig entfallen. Die EBA hatte in Ihrem Report zur Überarbeitung der Großkreditvorschriften gemahnt, die vollständige Umsetzung des SA-CCR in der Union abzuwarten, um zunächst die potenziellen Auswirkungen auf die ermittelten Risikopositionswerte zu beurteilen. Im Sinne einer Vereinheitlichung des europäischen Aufsichtsrechts mit den Vorgaben des Baseler Rahmenwerks soll nun jedoch nach Ansicht der Kommission der SA-CCR zeitlich mit seiner Einführung auch auf die Ermittlung der Großkredite angewendet werden.

Bemerkenswert ist dabei, dass der aktuelle Vorschlag der Europäischen Kommission zur Anpassung der CRR keinerlei Übergangsfristen im Rahmen der neuen Großkreditvorschriften vorsieht. Institute sollten daher rechtzeitig die notwendigen Schritte einleiten, um auf alle Änderungen umfassend vorbereitet zu sein.

Wir unterstützen Sie bei

  • Ermittlung der neuen Großkreditgrenzen
  • Identifikation aller potenziellen (passiven) Großkreditüberschreitungen
  • Identifikation aller durch die Neuregelung entstehenden Großkreditnehmer-Engagements
  • Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der bisherigen Kompetenzsysteme
  • Ermittlung der Auswirkungen durch die Nutzung des SA-CCR für Derivate

Kreditrisikominderungstechniken und Ausnahmen

Die Kommission setzt die Hauptforderung aus Basel um, die Anrechnung im Rahmen des Großkreditmeldewesens an die Ermittlung der risikogewichteten Aktiva der Institute anzugleichen. Dies hat zur Folge, dass zukünftig alle Sicherheiten, die im Rahmen der RWA-Ermittlung verwendet werden, auch bei der Ermittlung der Großkredite im Rahmen der Substitution zu berücksichtigen sind. Dies gilt auch bei der Verwendung der umfassenden Methode. Dem Vorschlag aus Basel, grundpfandrechtlich besicherte Kredite nicht länger in der Anrechnung auf die Großkreditobergrenze zu privilegieren, ist die Kommission jedoch nicht gefolgt. Zuvor hatte die EBA im Rahmen ihrer Überprüfung des Großkreditregimes vom 24. Oktober 2016 festgestellt, dass die Auswirkungen des durch das BCBS vorgesehenen Wegfalls von Immobilien als anrechenbare Sicherheiten bei den 198 betrachteten Instituten insgesamt als gering eingeschätzt werden könne, gleichzeitig jedoch betont, dass diese Änderung gerade bei kleineren EU-Instituten zu wesentlichen Effekten führe.

Aktuelle Änderungen im Überblick

Mit Blick auf die Ausnahmeregelungen hat die EU-Kommission nur bedingt die Vorschläge aus Basel berücksichtigt. Der Entwurf sieht aktuell vor, dass die EBA zunächst die nationalen Unterschiede in der Umsetzung der Ausnahmereglungen sowie den Einfluss dieser auf die Institute im jeweiligen Mitgliedsland untersuchen soll. Die Überarbeitung der gemäß Art. 400 CRR gewährten Ausnahmen ist derzeit daher noch nicht abgeschlossen und wird in einer späteren Phase folgen. Der Entwurf der EU-Kommission sieht zunächst vor, die Ausnahme für Handelsforderungen gegenüber zentralen Gegenparteien auf qualifizierte zentrale Gegenparteien (CCP) einzuschränken und das nationale Wahlrecht für die Privilegierung von Forderungen gegenüber anerkannten Börsen zu streichen. Hinsichtlich der Einschränkung auf qualifizierte CCP und dem damit einhergehenden Wegfall der Ausnahmeregelung für nicht-qualifizierte CCP weicht die EU-Kommission von der Forderung aus Basel ab, die eine differenzierte Ausnahmeregelung für nicht-qualifizierte CCP vorsah.

Der Vorschlag des Baseler Ausschusses, Pfandbriefe (Covered Bonds) mit mindestens
20 % und bis zu 100 % des Nominalwerts bei der Anrechnung auf die Großkreditobergrenze zu berücksichtigen, findet ebenfalls keine Berücksichtigung im CRR II-Entwurf. Es obliegt daher weiterhin den nationalen Aufsichtsbehörden, Pfandbriefe teilweise oder vollständig von der Anwendung auf die Großkreditobergrenze zu befreien. In Deutschland findet sich bspw. eine vollständige Ausnahme in der Groß- und Millionenkreditverordnung.

Auch europäische Besonderheiten, die nicht Teil des Baseler Papiers waren, hat die EU-Kommission im CRR II-Entwurf berücksichtigt. So sieht der Entwurf vor, bei Forderungen gegenüber EU-Zentralregierungen, die auf eine andere EU-Währung als die Basiswährung des Institutes lauten und in dieser Währung refinanziert sind, zukünftig zwei Fälle zu unterscheiden:

  1. Forderungen, die vor dem 22. November 2016 eingegangen wurden, sind auch zukünftig vollständig von der Anwendung auf die Großkreditobergrenze befreit.
  2. Forderungen, die nach dem 22. November 2016 eingegangen wurden, sollen sukzessive begrenzt werden und ab dem 1. Januar 2021 vollständig der Großkreditobergrenze unterliegen.

Wir unterstützen Sie bei

  • Überprüfung der verwendeten Sicherheiten auf Einhaltung der operativen Anforderungen an Sicherheiten
  • Überprüfung der technischen Anbindung der im Rahmen der RWA-Ermittlung verwendeten Sicherheiten

Meldungen und Überschreitungen

Unabhängig von der Großkreditgrenze der Institute sind laut CRR II-Entwurf zukünftig alle Kreditengagements ab 300 Mio. EUR zu melden. Die europäische Kommission baut somit auf den Forderungen des Baseler Ausschusses auf und hat die EBA hierzu angewiesen, Meldetemplates und die genauen Meldezeitpunkte auszuarbeiten.

Aktuelle Änderungen im Überblick

In ihrer Analyse hatte die EBA neben den vom BCBS genannten auch weitere Aspekte identifiziert, die im Rahmen der Regelwerkanpassungen überarbeitet werden könnten. Zu diesen gehören unter anderem eine einheitliche Regelung bei Großkreditüberschreitungen sowie die allgemeinen Meldepflichten. Die EU-Kommission greift in ihrem Entwurf diese Vorschläge der EBA auf. So soll beispielweise der Turnus der Großkreditmeldung künftig von der Größe des Institutes abhängen. Dem Proportionalitätsgedanken folgend, sollen kleine Institute künftig nur noch einmal jährlich die Meldung der Großkredite abgeben, während für alle anderen Institute die derzeitige vierteljährliche Meldeabgabe durch einen halbjährlichen Turnus oder gegebenenfalls durch einen kürzeren Rhythmus abgelöst werden soll.
Die Feststellung der EBA, dass in der CRR keine konkreten Maßnahmen im Falle von Großkreditgrenzüberschreitungen definiert sind, weshalb in den jeweiligen Jurisdiktionen unterschiedliche Anforderungen an die Institute gestellt werden, findet in dem Entwurf der EU-Kommission Beachtung. Die Europäische Kommission hat folgendes festgehalten:
Wird die Großkreditobergrenze in besonderen Situationen mit Zustimmung der Aufsicht für mehr als drei Monate überschritten, fordert der CRR II-Entwurf die Erstellung und Genehmigung eines Plans zur zeitnahen Rückführung der Position unter die Großkreditobergrenze. Hierzu wurde die EBA beauftragt, Leitlinien zu entwickeln in denen sowohl die Sondersituationen, der Begriff der „Zeitnähe“ sowie die relevanten Maßnahmen der Institute definiert werden sollen.

Wir unterstützen Sie bei

  • Ermittlung der neuen Meldeanforderungen
  • Berücksichtigung der neuen operativen Anforderungen

Aktuelle Kapitalquoten nach Institutsgruppen

(Quelle: Basel III Monitoring Exercise June 2016 / EBA)

Für alle Institute, unabhängig von ihrer Größe, wird insbesondere der Wegfall der Tier 2 Instrumente bei der Ermittlung der Großkreditobergrenzen erhebliche Veränderungen nach sich ziehen. Hier sind Banken gefordert, frühzeitig die Auswirkungen der neuen Großkreditgrenzen zu ermitteln. Dabei sind auf Basis der Kapitalquoten der Basel III Monitoring Exercise der EBA per Juni 2016 größere Banken im Schnitt stärker betroffen als kleinere Institute. Die Einteilung der Institutsgruppen erfolgt anhand der Bilanzsumme und des Geschäftsmodells:

Group 1 Tier 1 Kapital > 3 Mrd. EUR und international tätig
Group 2 – Large Tier 1 Kapital > 3 Mrd. EUR, nicht international tätig
Group 2 – Medium Tier 1 Kapital ≤ Mrd. EUR aber > 1,5 Mrd. EUR
Group 2 – Small Tier 1 Kapital ≤ 1,5 Mrd. EUR

Die Auswirkungen des Wegfalls der Anrechnung von Tier 2 Instrumenten sind auf Basis des EBA Reports innerhalb der Gruppe 2 relativ homogen und werden im Schnitt zu einer Absenkung der Großkreditgrenzen von etwa 9 % bis 12 % führen. Deutlich stärker betroffen sind dagegen Institute der Gruppe 1 mit einer Absenkung der Großkreditgrenze von bis zu 18 %. Hierunter fallen auch die G-SII (Globally Systemically Important Institutions) (etwa 16 bis 17 %), die zusätzlich von den neuen Großkreditgrenzen für Forderungen zwischen global systemrelevanten Banken betroffen sind. Berücksichtigt man diese zusätzlichen Beschränkungen, ergibt sich auf Basis der Basel III Monitorung Exercise eine durchschnittliche Absenkung der Obergrenze von etwa 50 % für Forderungen gegenüber anderen G-SII:

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass die G-SII im Rahmen der EBA-Reports gemeinsam mit den O-SII (Other Systemically Important Institutions) ausgewiesen werden. Verändern dürfte dies aber an der Tendenz nur wenig. Dennoch kommt die EBA in ihrem Report zur Überarbeitung der Großkreditvorschriften zu dem Schluss, dass faktisch die Einführung der G-SII Obergrenze in keinem Fall zu praktischen Einschränkungen führen wird.

Weitere Anstrengungen ergeben sich für Banken aus der Tatsache, dass zukünftig alle Sicherheiten, die für die Ermittlung der risikogewichteten Aktiva verwendet werden, auch für Großkreditzwecke zu verwenden sind. Diese müssen die operativen Anforderungen an Sicherheiten vollumfänglich erfüllen. Zudem ist für diese Sicherheiten der Substitutionsansatz verbindlich anzuwenden.
Die Auswirkungen des Wegfalls von Ausnahmeregelungen von der Großkreditobergrenze sind aktuell noch nicht vollständig abschätzbar, sind jedoch nachzuhalten.

Für alle Institute wird darüber hinaus die Wahl des Kontrahenten für Absicherungsgeschäfte in den Fokus rücken. Durch die Umstellung auf den SA-CCR zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage von Derivaten muss frühzeitig ermittelt werden, ob Überprüfungen von Limiten oder Anpassungen von Verträgen mit Kontrahenten erforderlich sind. Dies gilt umso mehr für Institute, die bislang die Bemessungsgrundlage aus internen Modellen zur Messung des Kontrahentenausfallrisikos zum Zweck ihrer Großkreditermittlung und -meldung verwendet haben. Entlastend wirken können hier vor allem effektive Margin-Vereinbarungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Bemessungsgrundlage von Derivategeschäften haben werden.

Nicht zuletzt müssen Handelsbuchinstitute rechtzeitig prüfen, ob die eingeschränkten Nettingmöglichkeiten für Kaufs- und Verkaufspositionen in Instrumenten verschiedener Senioritäten desselben Kontrahenten im Handelsbuch Auswirkungen auf die bisherige Großkreditmeldung und damit gegebenenfalls auch auf die künftige Handelsstrategie haben werden.

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  • Ermittlung der neuen Meldeanforderungen
  • Berücksichtigung der neuen operativen Anforderungen
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  • Identifikation aller potenziellen (passiven) Großkreditüberschreitungen
  • Identifikation aller durch die Neuregelung entstehenden Großkreditnehmer-Engagements
  • Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der bisherigen Kompetenzsysteme
  • Überprüfung der verwendeten Sicherheiten auf Einhaltung der operativen Anforderungen an Sicherheiten
  • Überprüfung der technischen Anbindung der im Rahmen der RWA-Ermittlung verwendeten Sicherheiten

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